Health QiGong Germany – Gesundheits-QiGong
Deutschland
Am 26.09.2005 wurde in München „Gesundheits-QiGong
Deutschland“ – GQD – gegründet.
GQD ist als offizieller Partner des chinesischen Sportministeriums
für
die Ausbildung des wissenschaftlich erforschten Gesundheits-QiGong in
Deutschland zuständig. Der Grundstein dafür wurde durch den
Ersten Deutschen Kongress für Gesundheits-QiGong
2005 gelegt.
Die vier neuen QiGong Formen werden im Anschluss erklärt.
Detaillierte Informationen finden Sie in der Programmübersicht Herbst 2010,
in der ZenHaus-Broschüre 2010 sowie im Anmeldeformular (jeweils PDF).
Gründungsmitglieder des Health QiGong Germany:
Lei Bin, Leiter des Wuhan QiGong Forschungsinstituts des neuen
Gesundheits-QiGongs
Dokuho J. Meindl, Leiter des Zentrums für Gesundheits-QiGong Deutschland
Takashi Tsumura, Präsident der Japanese Health QiGong Association
Kauko Uusoksa, Präsident der Finnischen QiGong Gesellschaft
Zou Ji Jun, Vizepräsident der Chinese Health QiGong Association
des chinesischen Sport-Ministeriums
von
links: Zou Ji Jun, Meister Takashi Tsumura, Dokuho J. Meindl, Kauko Uusoksa
und Meister Lei Bin
Gesundheits-QiGong
I. Gesundheits-QiGong Die Wandlung des Gewebes Yi Jin
Jing
II. Gesundheits-QiGong Das Spiel der fünf Tiere Wu Qin Xi
III. Gesundheits-QiGong Die sechs Heillaute Liu Zi Jue
IV. Gesundheits-QiGong Die acht edlen Brokate Ba Duan Jin
Mit „Qi",
unserer Lebensenergie, und „Gong", der
Pflege dieser Energie, können wir unsere Lebensqualität und
Gesundheit deutlich verbessern. Die Zeit der Entstehung der ersten Übungen
liegt 5000 Jahre zurück, die Wurzeln sind auch heute noch zu finden.
Zu Beginn unseres neuen Jahrtausends wurden unter der
Leitung der „Chinese
Health QiGong Association" des chinesischen Sportministeriums vier
neue QiGong-Gesundheitsübungen, basierend auf dem bewährten
traditionellen QiGong, entwickelt.
Zur Entwicklung des neuen Gesundheits-QiGongs trafen sich Hunderte
von QiGong-Meistern und Schulen über Jahre, um die Inhalte der traditionellen
QiGong-Übungssysteme in wissenschaftlicher Weise an unterschiedlichen
Universitäten des ganzen Landes zu untersuchen und eine neue gemeinsame
Basis der QiGong-Schulung zu formen.
Offiziell geförderte Institutionen in Zusammenarbeit mit Vertretern
der Traditionellen Chinesischen Medizin, der modernen westlichen
Medizin, der Psychologie und der Sportmedizin erforschten die gesundheitlichen
Wirkungen der einzelnen Übungen.
Die Forschungsergebnisse haben dazu geführt, dass nach wissenschaftlichen
Maßstäben die nachfolgenden Übungen des Gesundheits-QiGongs
nachweislich einen fördernden Einfluss auf unseren Bewegungsapparat,
unser Herz-Kreislauf-System, unser Immunsystem und auf unsere Psyche
haben. Die Formen des Gesundheits-QiGongs sind durch die unterschiedlichen
Inhalte, die bemerkenswerte Wirkung und die eleganten, leicht erlernbaren
Bewegungsabläufe sehr beliebt.
QiGong ist eine große Familie, Gesundheits-QiGong ein wichtiger
Angehöriger. Die vier nachfolgenden Übungen bilden den internationalen
QiGong-Standard des chinesischen Sportministeriums, wurden in Bezug
auf moderne wissenschaftliche Überprüfbarkeit und historische
Belegbarkeit ausgewählt und bilden die vier Pfeiler des Gesundheits-QiGongs.
Gesundheits-QiGong und Traditionelles QiGong werden auch
im Zentrum für Zen & QiGong in wöchentlichen Kursen unterrichtet.
Gesundheits-Qigong
Die Wandlung des Gewebes – Yi Jin Jing
Das „Yin Jin Jing“-Qigong dient dem Öffnen der Muskeln
und Sehnen. Durch das Öffnen der Gewebeschichten werden die Energieleitbahnen des Körpers
durchlässiger,
der Energiefluss verbessert sich und der ganze Organismus und auch
der
Geist werden gestärkt und ausgeglichen.
„Yi Jin Jing“ beinhaltet das Wesentliche der zwölf traditionellen
Yi Jin Jing-Qigong
Formen. Die Übungen wurden weiterentwickelt, vereinfacht und standardisiert
in
Bezug auf die Theorien und Methoden der modernen Gesundheitswissenschaft,
um
ein fließendes und zusammenhängendes System zu formen.
Dadurch wurde die Wirkung zur Stärkung der Gesundheit wesentlich
verbessert.
Bedeutung von Yi Jin Jing
„Yi“ steht für
die Wandlung
„Jin“ bedeutet Gewebe, Sehnen, Muskulatur
„Jing“ heißt klassische Methode
„Yi Jin Jing“ ist ein klassisches Qigong-Übungssystem, das
die Vitalität des
Organismus verbessert und unsere Körperstruktur stärkt.
Entstehung der Übungen
Eine sehr verbreitete Legende
besagt, dass Bodhi Dharma, der Gründer
des Zen-
Buddhismus in China, während seiner 9-jährigen Meditation in
einer Grotte des
Berges Song in der Nähe des Shaolin-Klosters das Yi Jin Jing entwickelt
hat, um die
körperliche Konstitution und die Wachheit des Geistes der Mönche
im Kloster zu
fördern. Diese Überlieferung wurde im Shaolin-Kloster von
Generation zu
Generation so weitergegeben.
Gesundheits-Qigong
Das Spiel der fünf Tiere – Wu
Qin Xi
Schon in den Anfängen der chinesischen Kultur wurden Tiere nachgeahmt,
um besondere Energien anzureichern und Krankheiten abzuwenden.
Die Möglichkeiten unserer natürlichen Bewegungen sind vielfältig,
sie schließen die
Impulsivität des Tigers, das Behagliche des Rehs, das Gefestigtsein
des Bären, die
Flinkheit und Lebendigkeit des Affen und die Eleganz und Leichtigkeit
des Kranichs
mit ein.
So können wir uns Stärkung aus den Kraftpotentialen der Tiere
holen. Die Übungen
der fünf Tiere helfen uns dabei durch diese unterschiedlichen Ausdrucksformen
in
Bewegung, Gestik und Gemütszustand wieder zur ursprünglichen
Beweglichkeit
zurückzukehren und freier zu werden.
Bewegungen und Ausdruck der Tiere
Tiger - kräftig und impulsiv
Reh - sensitiv und behaglich
Bär - gutmütig und gefestigt
Affe - flink und lebendig
Kranich - leichtfüßig und elegant
Entstehung der Übungen
Schon im Buch von Zhuang Zi (3 – 2 Jh. v. Chr.) erwähnt er
die Übungen des Bären
und des Vogels, in denen sich auch die Einteilung von Himmel und
Erde, von Yin
und Yang wieder findet.
Die heute bekannten Formen des „Spieles der fünf Tiere“ werden
Hua Tuo, einem
der bekanntesten Ärzte der traditionellen chinesischen Medizin der „östlichen
Han
Dynastie“ (25 – 220 n.Chr.) zugeschrieben.
Das Gesundheits-Qigong „Spiel der fünf Tiere“ birgt
das Wesentliche aus der
traditionellen Form des „Spiels der fünf Tiere“ der
unterschiedlichen Qigong-
Schulen und kombiniert diese in der nun neuen Form der Bewegungen
mit
modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Die Bewegungen des Gesundheits-Qigong „Das Spiel der fünf
Tiere“ sind nicht
beschränkt auf die reine Bewegung der Tiere, sondern versuchen auch
den
Gemütszustand und den Charakter der Tiere zu erfassen.
Gesundheits-Qigong
Die Acht Brokat-Übungen – Ba Duan Jin

Das Gesundheits-Qigong „Ba Duan Jin“ bietet durch die körperliche,
atemtherapeutische und psychische Wirkung eine sehr gute Möglichkeit,
den Anforderungen des Alltags zu begegnen.
Die Übungen repräsentieren die lange Kultur der Gesundheitspflege
in China und
sind wegen ihrer besonderen Wirkung und der eleganten, feinen Bewegungen
bis
heute eine der beliebtesten QiGong Übungen.
Bedeutung von Ba Duan Jin
Sie erhielten den Namen „Ba Duan Jin, – Acht Stücke
Brokat –, da sie so edel sind wie das Brokatgewand des Kaisers
von China der Song Dynastie, von dem die Übungen auch selbst praktiziert
wurden.
Entstehung der Übungen
Archäologen haben 1973 einen bedeutenden archäologischen Fund
zur Geschichte
des Qigong gemacht. Im Mawangdui-Grab in der Stadt Changsha (in
der
Provinz Hunan) wurde ein auf Seide geschriebenes Buch über Methoden
zum
„Leiten und Führen des Qi“ und ein Rollbild aus der westlichen
Han-Dynastie (206
v. Chr. - 220 n. Chr.) gefunden. Die Abbildungen zeigen einzelnen
Varianten der acht Brokat QiGong Übungen.
Marshall Yü Fei, der Song-Dynastie (960 - 1279 n.Chr.) verfeinerte
die Übungen weiter und formte ein in sich geschlossenes Übungssystem
der Acht Brokat-Übungen.
Aus den über 64 Varianten der klassischen „Acht Brokat Übungssysteme“ wurde
unter der Leitung der Chinese Health Qigong Association“ des chinesischen
Sportministeriums die neue Form des Gesundheits-QiGong „Ba Duan
Jin Übungen“ in wissenschaftlicher Weise erforscht, verfeinert
und neu erarbeitet.
Gesundheits-Qigong
Die Sechs Heillaute – Liu Zi Jue
Das Gesundheits-Qigong „Liu Zi Jue“ beinhaltet Übungen,
die unsere Atmung regulieren
und den Geist harmonisieren. Spezielle Bewegungsabläufe und Atemtechniken,
um verbrauchte, angestaute Energie auszuscheiden, sich frisches
Qi anzueignen und den Geist zu zentrieren, ist dabei die zugrunde liegende
Idee.
Entstehung der Übungen
Die Heillaute wurden zum ersten Mal im Buch von „Zhuang Zi“,
dem wichtigsten
taoistischen Gelehrten nach Laozi, erwähnt. Es wurde vor ca. 2400
Jahren verfasst
und berichtet von unterschiedlichen Qigong-Übungsformen und -Atemtechniken.
Die in diesem Buch genannten Atemtechniken „Tuna Fa“ sind
Methoden, die sich
durch starkes Ausatmen auszeichnen und sind der Beginn der „Sechs
Heillaute“.
Es steht geschrieben: „Chui“ ist der Laut der Niere, „Xu“ der
Laut der Leber und
„Hu“, der Laut für die Milz.
Durch verschiedene Tests und wissenschaftliche Studien, basierend auf
den sechs traditionellen „Lui Zi Jue“- Formen, haben die
Experten eine Neufassung der Übungen erarbeitet, deren Wirkung
sowohl wissenschaftlich nachweisbar als auch praktisch erfahrbar ist.
Anfangs wurden „Die sechs Heillaute“ wegen der besonderen
Schwingungsmuster
ohne Bewegungen geübt und auch so überliefert und weitergegeben.
Die
Besonderheit lag in der Wirkung der Laute und der durch sie erzeugten
Frequenzen.
Später kamen Bewegungen hinzu, um die Wirkung noch zu steigern.
Es entstand schon früh die Idee, Laute, Atmung und Körperbewegung
miteinander zu verbinden, um die Wirkung der einzelnen Übungen noch
zu verstärken.
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